FDP-Fraktion fordert Neuausschreibung des Grundstückes Humboldtstraße 1/2
Die FDP-Fraktion wird in die morgige Sitzung der Stadtverordnetenversammlung einen Änderungsantrag zum Verkauf der Grundstücke an der Alten Fahrt einbringen. Dieser sieht vor, das Grundstück Humboldtstraße 1/2 zunächst nicht zu verkaufen. Damit will die FDP- Fraktion die Neuausschreibung des Eckgrundstückes an der Alten Fahrt erreichen.
Das Grundstück an der Humboldtstraße 1/2 nimmt auf Grund seiner außerordentlichen städtebaulichen Lage und der Sichtbeziehungen zu der historischen Stadtschlossfassade eine Sonderstellung ein. Der gegenwärtige Entwurf wird aus der Sicht der FDP-Fraktion dieser Sonderstellung nicht gerecht. „Dieser Entwurf könnte genauso gut ein beliebiger Neubau in der Berliner Friedrichstraße sein. Der geplante Bau konkurriert durch seine Größe mit der Schönheit des Stadtschlosses und scheint dabei austauschbar. Wir wünschen uns eine Neuausschreibung des Grundstückes an der Humboldtstraße 1 und 2, so dass für diese exponierte Lage eine bessere Lösung gefunden werden kann. Dass an der Alten Fahrt bessere Lösungen möglich sind, zeigen die Siegerentwürfe der anderen Grundstücke, deren Verkauf wir zustimmen werden“, fasst der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Björn Teuteberg das Ansinnen des Änderungsantrages zusammen.
Der FDP-Stadtverordnete, der seine Fraktion im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen vertritt, ergänzt:„Offensichtlich teilen auch andere Fraktionen diese Meinung, da es Bestrebungen gibt, den Siegerentwurf an der Humboldtstraße 1/2 gestalterisch zu überarbeiten. Aus unserer Sicht besteht bei diesen nachträglichen Herumbasteleien die Gefahr der Verschlimmbesserung. Wir als Stadtverordnete sollten uns da gar nicht in die Einzelfragen einmischen, sondern bei einer Neuausschreibung von Anfang an den Gestaltungsrat beteiligen, der zu Beginn des jetzigen Verfahrens noch nicht existierte. Es ist auch gegenüber den unterlegenen Bietern nicht nachvollziehbar, nur mit einem Bieter in die Nachverhandlungen zu gehen.“
Die FDP-Fraktion unterstützt das bisherige Auswahlverfahren zur Vergabe der Grundstücke an der Alten Fahrt. „Insbesondere mit der Auswahl für das Palais Barberini als Referenzobjekt, das diesen Platz und die historische Mitte als einziger wieder zu errichtender Leitbau profilieren wird, sind wir sehr zufrieden. Die Ausschreibung hat bei insgesamt sieben von acht Grundstücken ein Ergebnis hervorgebracht, dem wir ohne größere Bedenken zustimmen können. Natürlich wird man bei der Ausschreibung der kommenden Baufelder den Gestaltungsrat von Anfang an in das Verfahren einbeziehen müssen“, kommentiert Teuteberg das Verfahren.
Die Wiedergewinnung der Potsdamer Mitte ist für die FDP-Fraktion ein städtebauliches und kulturelles Anliegen von hoher Priorität. Bereits zu Beginn des Jahres 2009 hat die FDP- Fraktion das Leitbautenkonzept vorgeschlagen. Ziel war es, den Maßstab der zukünftigen Bebauung der Potsdamer Mitte bezüglich städtebaulicher und architektonischer Qualität festzulegen, um so der Qualität bei der weiteren, kleinteiligen Bebauung der Mitte gerecht zu werden. Mit dem Neubau des Landtages in Kubatur und Fassade des ehemaligen Potsdamer Stadtschlosses als herausragenden Start für die wiederzugewinnende Potsdamer Mitte hat Potsdam jetzt die einmalige Gelegenheit das Zusammenspiel von Nutzungen und Gestaltung im Kontext zum Stadtschloss maßgeblich zu beeinflussen.











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