Die FDP Fraktion fordert die Durchsetzung eines nächtlichen Durchfahrtsverbotes für LKW in Potsdam.
Laut einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung bietet die Straßenverkehrsordnung zwei Gründe für ein Nachtfahrverbot: zum einen zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm und Abgasen und zum anderen bei Mautflucht. Beides trifft nach Auffassung der FDP-Fraktion auf Potsdam zu. Trotzdem kommt die Verwaltung zum Schluss, dass ein Durchfahrtsverbot in Potsdam nicht durchgesetzt werden kann.
Bei einer nächtlichen Verkehrsbeobachtung an der Ecke Potsdamer Straße / Ecke Amundsenstraße zählte die FDP im August 2008 zwischen 21.00 und 7.00 Uhr insgesamt fast 300 LKW. Dies bedeutet, dass im Schnitt beinahe alle zwei Minuten eine Lärmbelästigung durch einen vorbei fahrende LKW entsteht. Am stärksten ist die Belastung in den frühen Morgenstunden. Zwischen 06:00 und 07:00 Uhr ist die Anzahl mit 86 Lastkraftwagen am höchsten Die Lärmbelästigung ist erheblich: Im Schnitt lag der Dezibel (db)-Wert eines LKWs nach FDP-Ermittlungen zwischen 90 und 100 db, bei Motorrädern lag er bei 110 db. Diese Werte sind vergleichbar mit dem Lärm einer Kreissäge oder dem von Diskomusik.
Die Potsdamer Liberalen fordern deshalb eine Umleitungsregelung für Transit-LKWs in den Nacht- und frühen Morgenstunden. Es gilt dabei, die vom Zubringer Nord kommenden LKWs von den Wohngebieten fernzuhalten, die diese Strecke nur als Durchgang benutzten, um die Stadt durchqueren zu wollen. Ihre eigentlichen Ziele liegen eher in anderen Gebieten des Berliner Speckgürtels, etwa in Stahnsdorf oder Teltow.
Die FDP fordert die Verwaltung auf, für das nächtliche Transitverbot zu kämpfen. "Die Lärmbelästigung, der die Bürger unnötigerweise ausgesetzt sind kann man nicht mit einer Begründung wegschreiben" dazu Martina Engel-Fürstberger, Fraktionsvorsitzende "wir erwarten Engagement und Kampfgeist der Verwaltung bei diesem Thema, das viele Potsdamer schon lange beschäftigt."











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