Jugendkultur-Sponsoring der Stadtwerke auf Kosten der Stadtwerkekunden
Die steuerliche Bewertung der Zuwendungen an „Freiland“ durch die SWP zeigt, dass die Stadtwerke Sponsoring als einen Freifahrtschein für Herrn Paffhausen auf Kosten der Stadtwerkekunden betrachten:
Die Aktivitäten der SWP bei Freiland sind nicht mit den üblichen Sponsoringaktivitäten etwa bei Jugendsportveranstaltungen oder Schulfesten vergleichbar, das sie eine ganz andere Dimension haben und ihnen die Sichtbarkeit für die Öffentlichkeit sowie das einmalige als Charakteristikum fehlen. Das Industriegelände an der Fr Engels-Str. ist für ein öffentlichkeitswirksames Sponsoring kein geeigneter Ort.
Wettbewerb um junge Kunden ist kein Argument, da Schüler und Auszubildende selbst direkt meist keine Kunden der Stadtwerke sind bzw. ohnehin keine Alternativen haben (ÖPNV). Ein Vergleich der Marktsituation der SWP mit der Marktsituation anderer Anbieter wie z. B. einer Modemarke mit dem Teilmonopolisten SWP ist offenkundig absurd.
Wenn es tatsächlich einen Käufer für das Grundstück gibt, ist es nicht zulässig, die Sponsoringleistung auf das gesponserte Mietentgelt zu begrenzen, wie es die SWP tun . Das Aufhängen von Bannern auf einen abseits gelegenen Gelände ist ebenso wenig wie ein Link von der Internetseite von Freiland zu den Stadtwerken eine nennenswerte Gegenleistung. Es besteht anders als von der SWP ausgeführt ein krasses Missverhältnis zwischen der Leistung des Sponsors und der Gegenleistung des Trägervereins, was den Verdacht auf eine verdeckte Gewinnausschüttung verstärkt.
Die Darstellung, dass die 400 TEuro der Werterhaltung des Grundstücks dienen und damit weder Sponsoringleistung noch eine verdeckte Gewinnausschüttung sind, ist nur stichhaltig, wenn diese Investition nicht den speziellen Bedürfnissen des Trägers, z. B. der Schallisolierung einer Disco oder eines Probenraums dient.











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